Arbeiten im Ausland

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Auslandsaufenthalt mit uns richtig geplant!

Wer träumt nicht davon, einmal im Leben irgendwo, am besten am anderen Ende der Welt, seinen persönlichen und beruflichen Horizont zu erweitern? Während eines Auslandsaufenthaltes, bei dem man längere Zeit in einem fremden Land lebt und arbeitet, lernt man die Menschen, deren Kultur, Denkweise und Mentalität kennen. Die Möglichkeiten, diesen Traum zu realisieren sind vielfältig.

Natürlich kann jede/r Einzelne Phantasie und Organisationstalent freien Lauf lassen und auf eigene Faust losziehen. Oft scheitert der Traum dann aber am Visum oder an der Arbeitsgenehmigung. Einfacher, kalkulierbarer und eventuell auch sicherer ist es, sich bei den verschiedenen Organisationen, die bei der Suche und Vermittlung von Arbeits- und Praktikantenstellen behilflich sind, zu erkundigen und sich für eines der angebotenen Programme zu bewerben. Wir Junggärtner möchten mit unseren Informationen zum Thema Entscheidungshilfen für unterschiedlichste Formen von Auslandsaufenthalten geben und natürlich wollen wir auch all diejenigen motivieren, die diesen Schritt bisher noch nicht in Betracht gezogen haben!

 

Allgemeine Informationen
  • Was bringt mir ein Auslandsaufenthalt?
  • Wann ist der beste Zeitpunkt?
  • Wie gehe ich vor?
  • Wo kann ich Informationen sammeln?
  • Wie komme ich an eine Stelle im Ausland?
  • Welche administrativen Vorbereitungen müssen getroffen werden?
  • Welche Voraussetzungen sollte man erfüllen?
  • Arbeits- / Praktikantenstellen


Was bieten die Junggärtner zum Thema "Arbeiten im Ausland"? - Länderblätter

Wir bieten für die Länder Australien, Dänemark, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweiz, Spanien und USA "Länderblätter" an. In diesen haben wir Informationen über Einreise- und Aufenthaltsgenehmigungen, Anschriften von Betrieben und ehemaligen Praktikanten und Literaturhinweise zusammengetragen und auf die verschiedenen Länder zugeschnitten. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 10 € für Mitglieder - für Nichtmitglieder 13 € pro Länderblatt.

Hier könnt ihr euch die Inhaltsverzeichnisse für die einzelnen Länderblätter anschauen:

Australien, Dänemark, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweiz, Spanien und USA.

 

Was bringt mir ein Auslandsaufenthalt?

Es gibt viele Gründe einen Auslandsaufenthalt in Erwägung zu ziehen. Ganz abgesehen von der Verbesserung der Sprachkenntnisse kann ein Auslandsaufenthalt sowohl für das weitere Berufsleben, als auch für die persönliche Weiterentwicklung ein Gewinn sein und leistet einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung. Wer von euch die eigenen Englisch- Kenntnisse testen möchte, kann die folgende Informationsbroschüre über den deutschen Gartenbau, herausgegeben vom Bundesministerium für ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sehr gut nutzen!

Zunächst sollte man sich aber fragen, was man von einem Auslandaufenthalt erwartet. Sicherlich kann man, je nach Zielland, viele neue fachliche Aspekte kennen lernen, aber unserer Meinung nach steht die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund! Der Erfolg eines Auslandsaufenthaltes hängt natürlich weitgehend von der Eigeninitiative, Geduld und Motivation des Einzelnen ab.

Ein Aufenthalt im Ausland ist heute schon fast eine „Muss“ im Hinblick auf die spätere berufliche Karriere und künftige Arbeitgeber, weil der/die Bewerber/in damit zeigt, dass er/sie flexibel ist und Durchsetzungsvermögen, Initiative und Ausdauer besitzt. Auch während eines Aufenthaltes geknüpfte Kontakte können möglicherweise bei der späteren Stellensuche sehr hilfreich sein.

Wenn man längere Zeit in einem fremden Land lebt und arbeitet, lernt man die Menschen, deren Kultur, Denkweise und Mentalität intensiver kennen und besser verstehen. Hierbei ist es wichtig, dass mein seine eigene Lebensauffassung nicht als das Nonplusultra ansieht, sondern Respekt für „das Andere“ bzw. „den Anderen“ hat. Einfühlungsvermögen ist gefragt! Auch sollte man sich dessen bewusst sein, dass das eigene Verhalten meist als typisch für das Herkunftsland betrachtet.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Zeitpunkt

Der Zeitpunkt hängt ganz von der jeweiligen Fachsparte, der Ausbildung und von der persönlichen Zielsetzung ab. Sicherlich bieten sich ‘Einschnitte’ im Leben, wie z.B. nach der Schulausbildung, nach der Lehre oder nach ein paar Gesellenjahren, oder im Zuge eines bevorstehenden Stellenwechsels besonders an. Will man primär aus akademischen-wissenschaftlichen Gründen gehen und gar gesamte Studienabschnitte anerkannt bekommen, dann ist der beste Zeitpunkt für ein Auslandsstudium erfahrungsgemäß nach Abschluss des Grundstudiums, welches für eine Zulassung im Ausland oftmals sogar Voraussetzung ist.

Dauer

Viele der durchgeführten Austauschprogramme sind auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Oft handelt es sich um Programme mit einer Mindestdauer von 2-3 Monaten. Andere Programme ermöglichen Auslandaufenthalte von bis zu einem halben Jahr. Individuellen Verlängerungen zum Kennen lernen des Landes auf touristischen Wegen steht meist natürlich nichts im Weg. Für ein Studium im Ausland ist ein Semester das Minimum, wobei die Studiensysteme und die Einteilung des Studienjahres von Land zu Land unterschiedlich sind, d.h. nicht unbedingt mit der Semestereinteilung in Deutschland übereinstimmen.

Vorbereitungszeit

Vorsicht! Wer einen Auslandaufenthalt plant, sollte sich rechtzeitig, mindestens 10-12 Monate vorher, darum kümmern, denn der Erfolg eines Auslandsaufenthaltes hängt im Wesentlichen von einer guten Vorbereitung ab.

 

Wie gehe ich vor?

Die Planung beginnt mit der Entscheidung darüber, was man von einem Auslandaufenthalt erwartet. Will man Land und Leute kennen lernen, arbeiten und Geld verdienen, den landestypischen Gartenbau kennen lernen, oder sich rein fachlich weiterbilden. Mit Hilfe von Literatur, Filmen und Gesprächen mit Einheimischen bzw. ‘Dortgewesenen’ kann man viel über das Wunschland erfahren. Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung über z.B. die dortigen Jahreszeiten, Klimaverhältnisse und benötigte Schutzimpfungen (Gesundheitspass) sollten im Vorfeld erfragt werden.

Die Entscheidung für ein Land hängt auch von den vorhandenen Sprachkenntnissen ab. Die Grundlagen für einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt sind gute Kenntnisse der Landessprache. Sprachprüfungen kann man in den ausländischen Kulturinstituten ablegen. Ein Sprachkurs sollte auf jeden Fall entweder vor der Abreise in Deutschland oder aber vor Beginn der Tätigkeit im Gastland eingeplant werden, um die Sprachkenntnisse aufzufrischen!

Das beherrschen der Landessprache erleichtert auch Sitten, Bräuche und Kultur der Menschen zu verstehen und sich selbst verständlich zu machen.

 

Wo kann ich Informationen sammeln? Wie komme ich an eine Stelle im Ausland?

Das Sammeln von Informationen ist oft mühselig und lästig. Angesichts der Vielzahl möglicher Austausch- und Stipendienprogramme ist es aber fast immer ein großer Vorteil, so viele Informationen wie möglich zu sammeln und sich nicht mit der „Erstbesten“ zufrieden zu geben.

Die Botschaften (Kulturabteilungen) des Gastlandes geben Informationen über Einreise- und Auftenthaltsbestimmungen. In den Kulturinstituten gibt es jede Menge Literatur und Beratung zu Fragen, die ein Studium im Ausland betreffen. In Fachzeit­schriften finden sich häufig Stellenanzeigen ausländischer Betriebe bzw. deutscher Firmen mit Zweigbetrieben im Ausland. Natürlich kann man selbst auch eine An­zeige in der ausländischen Fach­presse veröffentlichen.Warum denn nicht während ei­nes Urlaubs im Ausland in Gartenbaubetrieben nachfragen, ob eine Stelle frei ist und zu welchen Bedingungen? Zudem kann man sich den Be­trieb selbst ansehen, ob er einem gefällt oder nicht. Die Betriebsadressen erhält man über Fachzeitschriften, Meister­schulen oder Universitäten des jeweiligen Landes. Der wohl beste und erfolgver­sprechendste Weg sind persönli­che Kontakte zu Gärtnerkolle­gen, die schon im Ausland gear­beitet haben. Adressen kann man über die Arbeitsgemein­schaft deutscher Junggärtner in Grün­berg erhalten. Vielfach hat man auch die Möglichkeit auf inter­nationalen Messen, Großmärkten oder Ausstellungen direkt mit ausländischen Firmen zu spre­chen und diese von seinen Wün­schen und Fähigkeiten zu überzeu­gen. Wer mit einer Junggärtner­gruppe oder Berufsschule eine Studienfahrt macht, hat direkt den Betrieb und einen Ansprechpartner vor Augen. Nachfolgend sind einige Organi­sationen aufgelistet, die sich mit dem Austausch von Praktikanten oder der Vermittlung von Ar­beitsstellen be­schäftigen. Man kann unter den Adressen die bestehenden und aktuellen Programme anfordern Grundsätzlich sollte man beden­ken, dass diese Programme teurer sind, als z.B. Selbstorganisierte Auslandspraktika. Ausnahmen bestehen hier durch staatlich ge­förderte Programme wie z.B. das Japan-Programm des Deut­schen Bauernverbandes. Die Vorteile liegen vor allem darin, dass man persönlich erheblich weniger Arbeit mit den Vorbereitungen hat. Die Teilnahme an den Austauschprogrammen für Prakti­kanten sichert zwar die Prakti­kantenstelle, es ist aber nicht immer garantiert, dass die aus­führenden Arbeiten immer eine berufliche Weiterbildung mit sich bringen, dafür sind persön­liche Erfahrungen "unbezahlbar".

 

Welche administrativen Vorbereitungen müssen getroffen werden?

Visum

Das Visum oder jede andere Art der Genehmigung müssen Sie sich in den meisten Fällen vor der Einreise besorgen. Das Bewilligungsverfahren kann u.U. mehrere Monate in Anspruch nehmen. Informiert euch deshalb rechtzeitig bei der zuständigen Botschaft bzw. Konsulat.

Krankenversicherung

Du solltest den Fortbestand des Versicherungsschutzes mit deiner Krankenkasse besprechen. Mehr dazu kann dir nur deine Krankenkasse erzählen!

Arbeitsgenehmigung

Die Arbeitsgenehmigung ist meist eine der Grundvoraussetzungen für eine Arbeitsstelle im Ausland. Innerhalb der EU herrscht „Freizügigkeit“ und es bedarf keiner zusätzlichen Regelung. Außerhalb der EU muss die Arbeitsgenehmigung meist vom jeweiligen Arbeitgeber eingeholt werden!

 

Welche Voraussetzungen sollte man erfüllen?

Eine gewisse Portion Neugierde und Wissbegierde sollte in jedem Fall vorhanden sein.

Vieles läuft anders als in Deutschland, deshalb sollte man bei der Bewertung nach dem Motto: ‘schnell in der Beobachtung und langsam im Urteil’ handeln. Die Situation in der Ferne muss nicht sofort als gut oder schlecht eingestuft werden, sondern ist einfach anders als daheim. Respekt für das Andere und vor dem Anderen ist gerade in fremdartigen Kulturkreisen unerlässlich. Eine gewisse Portion Anpassungsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft ist ebenfalls von Vorteil. Man kann nicht alles wissen, und schon gar nicht, wenn die allgemeinen Gegebenheiten vor Ort völlig vom gewohnten Umfeld abweichen.

Deshalb: keine Angst davor, korrigiert zu werden! Und man sollte reisen um zu lernen - nicht um zu lehren! Vor Überraschungen ist man nie gefeit, also: Erwarte das Unerwartete, gerade hier kann der Reiz eines Auslandaufenthaltes liegen.

 

Arbeits- / Praktikantenstellen

Praktikantenstellen werden von verschiedenen Organisationen angeboten. Die unter aufgeführten, sind die Hauptveranstalter im gärtnerischen Bereich. Die Teilnahme an Austauschprogrammen vereinfacht die Organisation, bringt jedoch nicht unbedingt eine fachliche Weiterbildung mit sich. Oft steht die persönliche Weiterentwicklung im Vordergrund. Bei Arbeitsstellen sind häufig fundierte Fachkenntnisse und Berufserfahrung erwünscht. Es handelt sich meist um ein normales Arbeitsverhältnis mit einer ausländischen Firma bzw. deutschen Firma mit ausländischem Firmensitz. Diese Stelle gibt es seltener über Organisationen mit festem Programm, eher über Anzeigen in Fachzeitschriften, persönliche Kontakte oder über die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Frankfurt.

 

Organisationen

Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV)

- Auslandsabteilung -

Postfach 17 05 45

60079 Frankfurt

Tel.: 069-719121-0

Fax: 069-7111-540

www.arbeitsagentur.de

Hier kann man verschiedene Informationen anfordern und spezielle Anfragen klären.

Hier einige Veröffentlichungen der ZAV:

‘Praktische Aus- und Fortbildung im Ausland’, ‘ Durch Vermittlung ins Ausland’, ‘Jobs und Praktikum im Ausland’, ‘Beschäftigung in der Entwicklungshilfe’

 

Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e. V.

Referat für Internationalen Praktikantenaustausch

In der Wehrhecke 1c

53125 Bonn

Tel.: +49 (0)228 92657 23

Fax: +49 (0)228 92657 15

E-Mail: dbv-praktika-international@bauernverband.net

www.bauernverband.de

In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in den entsprechenden Zielländern vermittelt der DBV Praktika. Jungen Berufstätigen aus den Agrarberufen wird seit Jahrzehnten die Möglichkeit geboten, einen Blick über den „Gartenzaun“ zu werfen. Der Anteil von vermittelten jungen Gärtnern steigt stetig und liegt derzeit bei fast 50% der Gesamtzahl aller Vermittlungen. Außerdem bezuschusst der DBV auch Fahrkosten von Selbstorganisierten Praktika, wenn die entsprechenden Nachweise vorgelegt werden.

Unter der o.g. Adresse kann ein Merkblatt angefordert werden, das eine Übersicht über verschiedene Angebote des DBV aufzeigt.

 

European Landscape Contractors Association (ELCA)

Haus der Landschaft

Alexander-von-Humboldt-Str. 4

53604 Bad Honnef

Tel.: 02224 / 770720

www.elca.info

Über den ELCA- Arbeitskreis der Betriebe fördert die Gemeinschaft des Europäischen Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaues verstärkt den Austausch junger Landschaftsgärtner innerhalb von Europa.

Durch Umfragen in den Mitgliedsbetrieben des ELCA- Arbeitskreises stehen jährlich zahlreichen jungen Gehilfen des GaLaBaues rund 100 Praktikumsplätze im Ausland zu Verfügung.